„Alles in Ordnung mit Ihrem Herzen“, sagte der Kardiologe. Und der nächste. Und der übernächste.
EKG, Doppler, MRT – alles unauffällig. Trotzdem saß dieser Unternehmer, Anfang 50, durchtrainiert und leistungsstark, mit belastenden Herzbeschwerden in meiner Praxis.
„Stress im Job?“ – „Gehört dazu.“
„Wie läuft’s privat? In der Ehe?“ – „Alles gut soweit.“
Aber da war etwas. Ein kurzes Zögern. Seine Körpersprache wirkte angespannt, fast aufgebracht.
Ich fragte behutsam weiter. Nach mehreren gezielten Fragen erzählte er: Seit einigen Monaten hatte er eine Affäre. Seine Frau wusste nichts davon.
„Hab ich im Griff“, sagte er.
Im Gespräch fiel auf: Die Herzbeschwerden hatten etwa zur gleichen Zeit wie diese neue Beziehung begonnen. Seitdem begleiteten sie ihn ständig. Eine zeitliche Übereinstimmung, die wir gemeinsam näher betrachteten.
Was im Gespräch sichtbar wurde
Ergänzend zum Gespräch setzte ich die Psychosomatische Energetik, kurz PSE, ein. In diesem naturheilkundlichen Ansatz werden Testergebnisse unter anderem sogenannten Energiezentren und emotionalen Themen zugeordnet. Bei ihm stand das Thema Vertrauen im Mittelpunkt.
Ich sprach ihn darauf an. Wir redeten lange über seine Situation, über innere Anspannung und darüber, was er bisher eher beiseitegeschoben hatte.
Dabei wurde deutlich, wie sehr ihn seine Lebenssituation beschäftigte – auch wenn er zunächst gesagt hatte, alles im Griff zu haben.
Zur begleitenden Behandlung erhielt er ausgewählte PSE-Tropfen.
Einige Wochen später
Beim nächsten Termin sagte er:
„Ich hab die Beziehung beendet.“
Ich war überrascht. „Was hat Sie dazu gebracht?“
Er beschrieb, dass er sich selbst wieder näher fühle und Zugang zu Gedanken und Gefühlen gefunden habe, die ihm vorher wenig bewusst gewesen seien. Diese Veränderung brachte er mit der Einnahme der Tropfen in Verbindung.
Außerdem berichtete er: „Nach zwei Wochen waren die Herzbeschwerden nicht mehr da.“
Das war seine persönliche Erfahrung. Aus diesem einzelnen Verlauf lässt sich jedoch nicht ableiten, wodurch die Veränderung entstand. Das Gespräch, seine Entscheidung, eine veränderte Belastungssituation und weitere Einflüsse können dabei eine Rolle gespielt haben.
Was ich aus dieser Begegnung mitnehme
Auch die emotionale Situation verdient Aufmerksamkeit.
Wenn Beschwerden ärztlich abgeklärt sind und dennoch bestehen bleiben, kann es sinnvoll sein, zusätzlich nach Stress, Konflikten und persönlichen Belastungen zu fragen. Die Beschwerden sind deshalb nicht weniger real.
Der Beginn von Beschwerden kann Hinweise geben.
„Wann genau hat es angefangen?“ Diese Frage eröffnet manchmal einen neuen Blick auf die eigene Situation. Eine zeitliche Übereinstimmung beweist keine Ursache, kann aber ein hilfreicher Ausgangspunkt für das Gespräch sein.
Aussprechen kann Klarheit schaffen.
Manche Belastungen werden erst greifbar, wenn wir sie in Worte fassen. Ein geschütztes Gespräch kann helfen, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und Entscheidungen bewusster zu treffen.
Für mich zeigt diese Begegnung, wie wertvoll es sein kann, neben den körperlichen Befunden auch die persönliche Lebenssituation anzuschauen.
Manchmal braucht es Mut, die unangenehmen Fragen zu stellen – und Raum, um die Antworten zuzulassen.
Ihre Beschwerden bleiben trotz ärztlicher Abklärung?
Wenn Sie Ihre Situation gemeinsam betrachten möchten, sprechen Sie mich gerne an. Auf meiner Website erfahren Sie außerdem mehr über die Psychosomatische Energetik und meinen Behandlungsansatz.
Hinweis: Die Psychosomatische Energetik ist ein naturheilkundliches Verfahren. Ihre diagnostischen Annahmen und ihre Wirksamkeit sind wissenschaftlich nicht hinreichend belegt. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung. Neue, akute oder zunehmende Herzbeschwerden müssen umgehend medizinisch abgeklärt werden.